Analog ist nicht tot!

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Ich selber finde nicht, dass ich ständig an meinem Handy hänge, am Computer, oder sonst irgendetwas Digitalem. Im Gegenteil, ja klar ich hatte Momente in denen ich viel auf YouTube unterwegs war, es lässt sich darauf aber auch so schön sich verlieren und über viele Irrungen, Wirrungen und Umwege, landet man plötzlich bei den abgefahrensten Videos. YouTube war eine Zeit lang mein Laster, und wenn ich ins Bett ging, vor dem Schlafen noch Bilder schauen auf Instagram. Vor knapp zwei Wochen habe ich jegliche App von meinem Handy glöscht, hatte nicht so viele eignetlich nur Instagram, Candy Crush (auch schon länger nicht mehr gespielt), ich lese jetzt Abends bevor ich einschlafe, oder tagträume einfach nur so vor mich hin, bis mir die Augen zufallen, wie früher. Hinzu kommt auch noch, dass ich irgendetwas an meinem Laptop angestellt habe und ich komme nicht mehr rein, mein Passwort funktioniert nicht mehr, ich kann ihn nicht mehr nutzen. Vielleicht ein Wink mit einem Pfahl, vielleicht von irgendeinem Zaun, wer weiß, ich zumindest weiß es nicht, jedenfalls, bin ich seither, privat zumindest, komplett analog unterwegs und, wer hätte es gedacht, es funktioniert und ich vermisse das Digitale kein Stück. Logo, auf der Arbeit gehe ich auch ins Internet, muss ja, aber ich beschränke meine Digitalisierung ausschliesslich auf die Arbeit, zu Hause eben nicht mehr. Gedanklich bin ich schon so weit gegangen, komplett mein Handy abzumelden, nur noch Festnetz, wie früher, und am  besten den Laptop auch gleich los werden, Freundin hat ja auch noch einen, und kann den Computer auf der Arbeit natürlich auch nutzen.

Wir ziehen in zwei Monaten um, größere Wohnung, jeder bekommt sein eigenes Zimmer, die Freundin ihr Atelier, ich meinme Schreibkammer, vielleicht sollte ich gleich von Anfang an auf Schreibmaschine und Papier und Stift umsteigen, vielleicht, früher gings ja auch, bloggen kann ich auch auf der Arbeit, oder den Text einfach abtippen, den ich zuvor handschriftlich aufgesetzt habe, Überlegungen……..vielleicht sollte ich aber auch nicht gleich wieder in ein Extrem fallen, dass halte ich ja bekanntlich nicht allzu lange durch, wer kann es schon, das Pendel schlägt aus, es sollte aber eher mittig sein, naja.

Jedenfalls ist es schön wieder mehr zu lesen, oder einfach nur so vor mich hinzuträumen, was ich als Kind stundenlag Abends im Bett gemacht habe, irgendwelche Abenteuer, das Übliche eben, derzeit befassen sich die Träume eher mit der Frage, wenn ich den Eurojackpot wirklich gewinnen sollte, was für ein Auto würde ich mir kaufen, welches Rudel Hunde ich mir anschaffen und wie ich auf meinem Grundstück meine eigene „Jungle Gym“ einrichten würde und den lieben langen Tag an meinen Calisthenics Moves feilen würde. Träume der großen Kinder eben.

Das Leben hat mich fest im Griff….

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Ich komme einfach nicht mehr dazu, zu schreiben, das Leben hat mich ganz fest umschlungen und lässt mir keine Zeit, oder Atempause, oder auch nur einen freien Gedanken, um mich dem lieben Schreiben zu widmen. Nicht falsch verstehen, der Griff ist absolut nicht negativ, ich freue mich sogar darüber, nach vielen Jahren des beruflichen Misserfolges, surfe ich nun endlich auf der großen Welle und es fühlt sich verdammt gut an. Ich bin zufrieden sogar sehr, sehe zwar vor lauter Arbeit nicht mehr vieles andere, aber ich bin damit zufrieden, versuche mich mit Karl May hier und da etwas abzulenken, wenn ich dann eben nicht schlafe oder arbeite.

So kann es dann wohl auch gehen, ich bin aber nicht allzu besorgt, dass meine Scheiberei darunter leidet, im Gegenteil ich sehe es eher als Gewinn an, wieder neuen Input und Erfahrungen sammeln zu können, um diese dann irgendwie, irgendwann weiterzuverwerten.

Wie ein Phönix…

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Guten Tag, ich bin wieder zurück! Zugegebenermaßen, die Überschrift hat einen Hang zum Theatralischen, aber sie ist stimmig. Nach zwei Wochen übelster Krankheit, ich werde eigentlich nie krank, zusätzlicher täglicher Überarbeitung im Job, was ich aber gerne mache, denn man wertschätzt mich, bestand schlichtweg keine Möglichkeit, nicht einmal die kleinste Möglichkeit, einen meiner literarischen Ergüsse zu verfassen. Ich gebe zu, ich habe es vermisst! Ich gebe zu, ich war Anfangs ärgerlich, meinen kontinuierlichen Lauf abreißen lassen zu müssen, ich habe mir schon ausgemalt, wie mein treues Publikum schrumpft, wegbricht, mich an den Pranger stellt, mit faulem Obst und sonstigen übriggebliebenen Essensresten vom Wochenenden bewirft, da ich mein Versprechen des täglichen Bloggens nicht eingehalten habe. Ich muss aber auch gestehen, es hat gut getan ein paar Tage frei zu haben, den Druck und die damit verbunden Geschwindigkeit rauszunehmen und zu sehen, die Welt geht eben nicht gleich unter, wenn ich einmal nicht poste, wer hätte es gedacht!

Nun bin ich wieder da, heiß, hungrig, bissig!

Letter

Dear Harry,

You ask me whether you should spend the next three years at university, or get a job. I will give you three different answers. Take your pick.

Answer A. You are ambitious. Your sights are set on going to the top, in business or government. Today’s big corporations cannot be managed by uneducated amateurs. In these high-tech times, they need top bananas who have doctorates in chemistry, physics, engineering, geology, etc.

Even the middle managers are at a disadvantage unless they boast a university degree and an MBA. In the United States, 18 percent of the population has a degree, in Britain, only 7 percent. Eight percent of Americans have graduate degrees, compared with 1 percent of Brits. That more than anything else is why American management outperforms British management.

Same thing in government. When I was your age, we had the best civil service in the world. Today, the French civil servants are better than ours because they are educated for the job in the postgraduate Ecole Nationale d’Administration, while ours go straight from Balliol to Whitehall. The French pros outperform the British amateurs.

Anyway, you are too young to decide what you want to do for the rest of your life. If you spend the next few years at university, you will get to know the world — and yourself — before the time comes to choose your career.

Answer B. Stop frittering away your time in academia. Stop subjecting yourself to the tedium of textbooks and classrooms. Stop cramming for exams before you acquire an incurable hatred for reading.

Escape from the sterile influences of dons, who are nothing more than pickled undergraduates.

The lack of a college degree will only be a slight handicap in your career. In Britain, you can still get to the top without a degree. What industry and government need at the top is not technocrats but leaders. The character traits which make people scholars in their youth are not the traits which make them leaders in later life.

You put up with education for 12 boring years. Enough is enough.

Answer C. Don’t judge the value of higher education in terms of careermanship. Judge it for what it is — a priceless opportunity to furnish your mind and enrich the quality of your life. My father was a failure in business, but he read Horace in the loo until he died, poor but happy.

If you enjoy being a scholar, and like the company of scholars, go to a university. Who knows, you may end your days as a Regius Professor. And bear in mind that British universities are still the best in the world — at the undergraduate level. Lucky you. Winning a Nobel Prize is more satisfying than being elected Chairman of some large corporation or becoming a Permanent Undersecretary in Whitehall.

You have a first-class mind. Stretch it. If you have the opportunity to go to a university, don’t pass it up. You would never forgive yourself.

Tons of love,

David

Update

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Hallo zusammen,

nachdem mich heute bereits Volker (southberliner) angeschrieben hat, was denn bei mir los sei und warum ich in letzter Zeit nicht mehr poste, zumindest nichts Eigenes, dachte ich mir, vielleicht sollte ich mich erklären.

Mich hat eine ziemlich starke Erkältung erwischt, nicht einfach nur ein „Männrschnupfen“, sondern eine richtig brutale, ekelige Erkältung. Desweiteren gehts in meinem Job (Personalberatung) hoch her und ich bin ausgelastet bis unter die Hutschnur. Man kann also sagen, das Leben ist meinem Schreiben etwas dazwischen gekommen. Am Anfang war ich zwar etwas enttäuscht meinen Lauf einreissen zu lassen, aber darüber bin ich jetzt hinweg und plane auch sehr bald wieder dort weiterzumachen, wo ich aufgehört habe.

Also bitte noch ein klein wenig Geduld, mich gibt es noch!

When you wake up in the morning, tell yourself: The people I deal with today will be meddling, ungrateful, arrogant, dishonest, jealous, and surly. They are like this because they can’t tell good from evil. But I have seen the beauty of good, and the ugliness of evil, and have recognized that the wrongdoer has a nature related to my own — not of the same blood or birth, but of the same mind, and possessing a share of the divine. And so none of them can hurt me. No one can implicate me in ugliness. Nor can I feel angry at my relative, or hate him. We were born to work together like feet, hands, and eyes, like the two rows of teeth, upper and lower. To obstruct each other is unnatural. To feel anger at someone, to turn your back on him: these are obstructions.

Every once in a while — often when we least expect it — we encounter someone more courageous, someone who choose to strive for that which (to us) seemed unrealistically unattainable, even elusive. And we marvel. We swoon. We gape. Often , we are in awe. I think we look at these people as lucky, when in fact, luck has nothing to do with it. It is really about the strength of their imagination; it is about how they constructed the possibilities for their Life. In short, unlike me, they didn’t determine what was impossible before it was even possible.

The real reason why human life can be so utterly exasperating and frustrating is not because there are facts called death, pain, fear, or hunger. The madness of the thing is that when such facts are present, we circle, buzz, writhe, and whirl, trying to get the “I” out of the experience. We pretend that we are amoebas, and try to protect ourselves from life by splitting in two. Sanity, wholeness, and integration lie in the realization that we are not divided, that man and his present experience are one, and that no separate “I” or mind can be found.

To understand music, you must listen to it. But so long as you are thinking, “I am listening to this music,” you are not listening.

The brainy modern loves not matter but measures, no solids but surfaces.

[…]

The working inhabitants of a modern city are people who live inside a machine to be batted around by its wheels. They spend their days in activities which largely boil down to counting and measuring, living in a world of rationalized abstraction which has little relation to or harmony with the great biological rhythms and processes. As a matter of fact, mental activities of this kind can now be done far more efficiently by machines than by men — so much so that in a not too distant future the human brain may be an obsolete mechanism for logical calculation. Already the human computer is widely displaced by mechanical and electrical computers of far greater speed and efficiency. If, then, man’s principal asset and value is his brain and his ability to calculate, he will become an unsaleable commodity in an era when the mechanical operation of reasoning can be done more effectively by machines.

[…]

If we are to continue to live for the future, and to make the chief work of the mind prediction and calculation, man must eventually become a parasitic appendage to a mass of clockwork.